Die Lebenshilfe Neuss hatte zum Gedankenaustausch darüber eingeladen, wie Menschen mit Behinderungen in Zukunft leben können. Die Zukunftskonferenz fand am
23. Mai 2009 in Neuss statt.
Das Programm der Zukunftskonferenz (rechts oben) und die Fotos zur Veranstaltung (rechts unten) öffnen sich auf Mausklick.
Wir haben für Sie zudem als PDF-Dateien die Protokolle und Folienabschriften der Konferenz als Download zusammengestellt:
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13. 9. 2011

Neuß:Grevenbroicher Zeitung, Montag 25. Mai 2009
Zukunftsforum der Lebenshilfe: Menschen mit Behinderung sollen an allen Lebensbereichen teilnehmen können
NEUSS „In zehn Jahren haben wir durch unser neu entwickeltes Selbstbewusstsein unseren selbstverständlichen Platz in allen Bereichen des Alltagslebens geschaffen." Was so schlicht klingt, dass es eigentlich gar nicht erwähnt werden müsste, ist doch in Wahrheit ein ehrgeiziges Ziel, denn für Menschen mit Behinderungen, die diesen Satz beim Zukunftsforum der Lebenshilfe gemeinsam formulierten, gibt es nach wie vor viele Barrieren.
„Inklusion" gefordert
„Was werden wir 2019 über unser Leben berichten?" war die zentrale Frage, zu deren Diskussion und Beratung die Lebenshilfe Neuss am Samstag Menschen mit und ohne Behinderungen, Familien, Betreuer, Politiker und alle interessierten Bürger in die Aula des Quirinus-Gymnasiums eingeladen hatte. „Am schönsten wäre es, wenn wir uns 2019 erstaunt fragen würden, was das überhaupt sind, Menschen mit Behinderungen, weil das Miteinander so selbstverständlich geworden ist, dass Unterschiede gar nicht mehr wahrgenommen werden", meinte Cornelia von Gehlen, Geschäftsführerin der Lebenshilfe.
Inklusion war denn auch der zentrale Begriff, um den sich alles drehte: „Inklusion bedeutet Verschmelzung, im Gegensatz zur Integration, bei der zwei verschiedene Bereiche neben- und miteinander leben, aber doch in vielen Punkten getrennt bleiben," erklärte von Gehlen. Nicht als anders, sondern als ganz normale Menschen aber wollen Menschen mit Behinderungen wahrgenommen werden.
Was geschehen muss, damit dieses Ziel greifbar wird, berieten Betroffene, Angehörige und alle, die zahlreich und mit großem Interesse zum Forum gekommen waren, zunächst in einzelnen Arbeitsgruppen, danach im Plenum. Was genau unter Inklusion zu verstehen ist, wie Wohnen, Arbeiten und wie Kindheit und Jugend von Menschen mit Behinderungen zukünftig gestaltet werden sollen, waren in den vier Arbeitsgruppen die elementaren Themen. „Es geht um mehr Teilhabe an allen Bereichen des Lebens und um größere Selbstbestimmung", erläuterte die Geschäftsführerin der. Lebenshilfe. Anlass solchen Aufbruchs ist eine UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen, die freien Zugang zum Arbeitsmarkt, selbstbestimmtes Leben, Wohnen und Arbeiten fordert.
„Wir sind in Deutschland gar nicht so weit zurück, wie viele glauben, aber dennoch gibt es viele Barrieren. Arbeitsmöglichkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt etwa und Stellen, mit denen die Menschen ihren eigenen Lebensunterhalt selbstverständlich bestreiten können, sind sehr schwierig zu bekommen", sagte von Gehlen. Hier müssten Nachteilsausgleiche für Betroffene ebenso greifen wie Ausgleichszahlungen an Firmen, die sie beschäftigten. Schulische Integration mit Hilfe persönlicher Assistenten, Öffnung des Wohnungsmarktes auch für Menschen mit Behinderungen und neue Wohnmodelle wünschten sich Betroffene im Plenum.
Immer wieder auch forderten sie den Abbau von Barrieren nicht nur physischer Art, sondern auch solcher der Sprache, etwa bei Ämtern und Ärzten, die für manche Menschen mit Behinderungen verständlich gemacht werden müsste. Nur so hätten sie die Chance, selbst über zentrale Aspekte des eigenen Lebens zu entscheiden. „Das Wesentliche aber", so fasste von Gehlen zusammen „sind die Barrieren in den Köpfen der Menschen."
Wir danken der NGZ für die Veröffentlichungsgenehmigung. NGZ-Foto: Andreas Woitschützke
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Der Verlauf der Veranstaltung war … |
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Die Veranstal- |
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wenig informativ |
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Die Organi- |
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Mein Gesamt- |
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Basis sind 60 abgegebene Fragebögen